Meine persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen KI-Modellen (LLMs): Ein Praxis-Guide

Für Unternehmer und KI-Interessierte | Lesezeit: 8 Minuten | Umsetzungskomplexität: Mittel
Als KI-Berater im DACH-Raum werde ich häufig gefragt, welches KI-Modell sich für welchen Zweck am besten eignet. Nach unzähligen Stunden des Experimentierens und der praktischen Anwendung in meinem Berufsalltag möchte ich heute meine persönlichen Erfahrungen mit euch teilen..
Die Qual der Wahl (oder besser: Die Chance der Vielfalt)
Eines vorweg: Es gibt nicht DAS eine perfekte Modell. Jedes hat seine ganz eigenen Stärken, die ich in meiner täglichen Arbeit gezielt nutze. Lasst mich euch durch meine Erfahrungen führen..
Claude 3.5 Sonnet: Der philosophische Denker
Was mich an Claude immer wieder fasziniert, ist seine fast schon menschliche Fähigkeit, nuanciert und tiefgründig zu denken. Wenn ich kreative Texte benötige oder mich mit ethischen Fragestellungen beschäftige, ist Claude mein Go-to-Partner. Seine Intelligenz ist schwer in Worte zu fassen (man muss es selbst erleben)..
Praxis-Box:
- Ideal für: Kreatives Schreiben, ethische Diskussionen, persönliche Beratung
- Besonderheit: Außergewöhnlich nuanciertes Verständnis komplexer Zusammenhänge
- Mein Tipp: Nehmt euch Zeit für den Dialog - Claude glänzt besonders in längeren Gesprächen
Gemini: Der Kontext-König
Ein echtes Arbeitstier in meinem Setup. Stellt euch vor: Ich habe sämtliche Online-Meetings aus 2024 von Gemini analysieren lassen (ja, wirklich alle). Das Feedback zu meiner Gesprächsführung war unglaublich wertvoll und hat mir geholfen, mich weiterzuentwickeln..
Perplexity: Der Recherche-Profi
Hier haben wir einen echten Gamechanger für fundierte Recherchen. Was Perplexity besonders macht? Es verbindet klassische Quellensuche mit KI-Analyse. In der Pro-Version könnt ihr sogar das zugrundeliegende Modell selbst wählen (ziemlich cool)..
ChatGPT: Der Allrounder mit Produktexzellenz
OpenAI hat hier nicht nur ein starkes Modell entwickelt, sondern ein durchdachtes Produkt geschaffen. Die Features sind beeindruckend:
- Spracherkennung die einfach funktioniert
- Advanced Voice Mode für natürliche Gespräche
- Reasoning-Fähigkeiten die mir täglich die Arbeit erleichtern (keine Übertreibung)
Meine praktische Empfehlung
Wenn ihr nur ein Abo wählen könnt (Budget ist ja immer ein Thema), dann empfehle ich ChatGPT. Warum? Weil das Gesamtpaket einfach stimmt. Taucht tief ein, experimentiert mit allen Features (Canvas, Reasoning, Research) - es lohnt sich..
Wer es sich leisten kann und professionell mit KI arbeitet (wie ich), dem empfehle ich einen Multi-Modell-Ansatz. Ich switche täglich zwischen den verschiedenen Modellen, je nach Aufgabe. Das macht einen großen Unterschied in der Qualität meiner Arbeit..
Fazit
Die KI-Landschaft ist vielfältig und dynamisch (manchmal fast schon zu dynamisch). Aber genau das macht es spannend. Jedes Modell hat seinen Sweet Spot, und die Kunst liegt darin, das richtige Tool für die jeweilige Aufgabe zu wählen.
Übrigens: Falls ihr Fragen zu meinen Erfahrungen habt oder einen Austausch sucht - ich teile mein Wissen gerne. Die KI-Reise ist spannender, wenn man sie gemeinsam geht..
[Ein persönlicher Blog-Beitrag von eurem KI-Berater aus dem DACH-Raum]
Praxis-Tipp: Führt ein KI-Logbuch. Notiert euch, welches Modell bei welchen Aufgaben besonders gut funktioniert. Nach einem Monat habt ihr einen wertvollen Erfahrungsschatz, der euch die Modellauswahl deutlich erleichtert.